Der Reifendruck ist entscheidend für die Verwendungsfähigkeit Ihres Reifens, daher sollten Sie ihn regelmäßig überprüfen. Falscher Reifendruck führt zu erhöhtem Verschleiß, erhöht das Risiko eines Reifenschadens und erhöht zudem auch den verbrauch Ihres Fahrzeugs. Der Mehrverbrauch durch zu wenig Druck auf den Reifen liegt laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) bei bis zu zehn Prozent.
Der Reifendruck wird in der Einheit "bar" angegeben. Den Druck Ihres Reifens können Sie bequem mithilfe eines Reifenfüllgeräts kontrollieren. Solche Geräte finden sich an allen Tankstellen und können kostenlos verwendet werden. Informationen zum korrekten Luftdruck stehen in der Bedienungsanleitung, am Türholm oder Tankdeckel.
Der Reifendruck Ihres Fahrzeugs sollte situativ angepasst werden. Sind Sie z.B. häufig alleine mit dem Fahrzeug unterwegs, benötigen Sie die Reifen einen anderen Luftdruck, als wenn das Auto mit mehreren Insassen und Koffern, etwa auf einer Fahrt in den Urlaub, beladen ist. Ein positiver Nebeneffekt des richtigen Fülldrucks ist der niedrigere Rollwiderstand, der den Kraftstoffverbrauch senkt.
Die Reifendruck-Vorgaben der Autohersteller sollten nicht unterschritten werden. Schon 0,2 Bar zu geringer Druck schluckt im Stadtverkehr bis zu fünf Prozent Sprit. 0,5 Bar können einen Liter pro 100 Kilometer kosten und zudem die Sicherheit bei höheren Geschwindigkeiten gefährden. Kurzfristig 0,2 bis 0,3 Bar mehr schaden keinesfalls. Sehr viel höhere Werte beeinflussen wiederum die Fahreigenschaften negativ und verschleißen die Reifen ungleichmäßig. Außerdem verlängert sich der Bremsweg und die Traktion ist verändert. Ist der Reifendruck ständig zu hoch, droht der schnellere Verschleiß des Fahrwerks.
Werkstätten bieten heutzutage gerne spezielle Reifenfüllgase an und versprechen dabei auch physikalisch nicht nachvollziehbare Vorteile. Das Geld kann der Autofahrer sparen. Die Reifenindustrie und TÜV SÜD sind der Meinung, dass Luft völlig ausreicht. Beim Erhöhen des Luftdrucks zur Volllast-Angleichung steht an der Tankstelle ohnehin nur Luft zur Verfügung.
Wichtig: Der Reifendruck kann sich im Betrieb durch Erwärmung erhöhen. Messen Sie den Luftdruck daher nur am kalten Reifen. Ventilkappen sind übrigens keine Zierde. Sie dichten das Ventil zusätzlich ab und schützen vor Schmutz. Der kann die Funktion des Ventils stören, sprich: Luftverlust verursachen.
Der Luftdruck sollte im Normalfall den Herstellerempfehlungen entsprechen. Informationen dazu stehen in der Bedienungsanleitung, im Türholm oder im Tankdeckel. |
Zu niedriger Luftdruck führt zu einer starken Erwärmung des Reifens. Reifenschänden, schlechte Fahrstabilität, hoher Reifenverschleiß und erhöhter Kraftstoffverbrauch sind die Folgen. |
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Bei niedrigem Luftdruck wird der gesamte Reifen durch falsche Belastung in Mitleidenschaft bezogen. Derartige Quetschungen führen zu dauerhaften Schäden. |
Durch niedrigen Luftdruck erhöht sich der Rollwiderstand und damit auch der Kraftstoffverbrauch und CO²-Ausstoß |
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Generell sollte der Luftdruck zwei Mal im Monat und besonders vor langen Fahrten am kalten Reifen überprüft werden. |
Es empfeihlt sich, auch den Luftdruck des Reserverads regelmäßig überprüft. |