Reifen und ihre Eignung hängen im Wesentlichen von der Beschaffenheit des Untergrundes ab. Doch auch die Umgebungstemperatur und die Lagerung der Pneus wirken sich auf ihre Belastbarkeit aus. Sommerreifen sind mit Ihrer Gummimischung für Straßenverhältnisse ohne Schnee ausgelegt. Als Qualitätsmerkmal gilt ein geringer Rollwiderstand bei maximalem Grip (Haftung). Winterreifen sind durch Material und Profil speziell für niedrige Temperaturen und winterliche Straßenverhältnisse optimiert.
Gute Reifen haben Ihren Preis - deshalb möchte sie jeder Autofahrer so lange nutzen wir möglich Als "abgefahren" und nicht mehr berauchstüchtig, gilt ein Reifen ab einer Profiltiefe von 1,6 Milimetern. Ein Reifenwechsel empfiehlt sich jedoch meist ab einer Profiltiefe von 3 Milimetern, denn darunter nimmt die Aquaplaning-Gefahr deutlich zu. Kontrollieren Sie daher regelmäßig die Profiltiefe aller vier Reifen.
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Die zulässigen Reifengrößen finden Sie in Ihrem Fahrzeugschein oder -brief unter Punkt 20 bis 23.
Sollte die gewünschte Reifengröße in Ihrem Fahrzeugschein/-brief vermerkt sein, können Sie den Reifen bedenkenlos fahren. Sollte dies nicht der Fall sein, dürfen Reifengrößen und Felgen nur nach Ausstellung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des Fahrzeugherstellers bzw. einer technischen Prüfung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen und daraufhin ausgestellter Anbaugenehmigung verwendet werden. In jedem Fall sind bei der Reifenzuordnung die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges sowie Auflagen und Hinweise des TÜV, des Fahrzeug-, Rad- und Reifen Herstellers zu beachten.
Den Reifendruck mindestens alle zwei Wochen bei Umgebungstemperatur kontrollieren (auch den des Ersatzreifens). Bei der Luftdruckkorrektur die Luft möglichst nicht aus den Reifen ablassen, solange diese warm sind. Um die Quetschbeanspruchung auf die Reifen auf ein Minimum zu reduzieren, empfiehlt es sich, die Reifendrücke auf 3,2 - 3,5 bar zu erhöhen, wenn das Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird.
Auch der Reifenverschleiß sollte regelmäßig kontrolliert werden; dabei ist zu berücksichtigen, daß die Leistungen auf nasser Fahrbahn mit zunehmendem Profilverschleiß merklich abnehmen. Deshalb sollten die Reifen gewechselt werden, wenn die Profiltiefe ca. 3 Millimeter erreicht hat.
Die Reifen der beiden Achsen alle 10.000 - 15.000 km untereinander tauschen, um den Verschleiß zu optimieren und alle vier Reifen zusammen wechseln.
Wenn nur zwei Reifen gewechselt werden, sollten aus Sicherheitsgründen die beiden neuen auf die Hinterachse montiert werden. Der schnelle Luftaustritt (Perforation oder Platzen) eines Reifens der Hinterachse führt zu einer unmittelbaren Instabilität des Fahrzeugs, so daß der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Genau wie beim plötzlichen Verlust der Bodenhaftung in der Kurve, etwa auf nasser Fahrbahn, könnte dieses Ereignis zu einem schwer kontrollierbaren Übersteuern (Heck überholt Schnauze) führen.
Nach Stößen oder Perforationen sollte der Reifen von Fachleuten - auch auf der Innenseite - kontrolliert werden. Einer Beschädigung des Reifens sollte auf keinen Fall zu geringe Bedeutung beigemessen werden.
Es ist gefährlich, in einen schlauchlosen Reifen einen Schlauch einzulegen, da es beim Aufblasen zu Lufteinschlüssen zwischen dem Schlauch und der (Luft undurchlässigen) Innenwand des schlauchlosen Reifens kommen könnte. In diesem Fall käme es zu einem kontinuierlichen Scheuern des Schlauchs gegen die Reifeninnenseite, was sehr bald zu einer Zerstörung der aus Schlauch und Reifen bestehenden Einheit führen könnte. Dies hätte noch schwerere Folgen, wenn es bei einem auf der Hinterachse montierten Reifen passieren würde.
Wird das Fahrzeug längere Zeit auf Flecken von Öl, Diesel oder Lösungsmitteln ganz allgemein abgestellt, führt dies zu einer Schädigung des Reifens, da diese Substanzen die Mischungen, aus denen der Reifen besteht, angreifen; gleiches gilt für kohlenwasserstoffhaltige Substanzen, die für die Reinigung der Reifenflanken verwendet werden.
Auch die übermäßige Verwendung von Schneeketten auf nicht verschneiten Straßen kann die Reifen nachhaltig schädigen.
Es ist möglich, das auf der Reifenflanke manchmal eine "bläuliche" Färbung auftritt. Dies ist ein rein ästhetische Problem, das keinerlei Einfluss auf die Leistungen der Reifen hat.